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Rauchwarnmelder

Warum Rauchwarnmelder?

Anschaffungs- und Wartungskosten

Welche rechtlichen Grundlagen gibt es?

Eigenschaften der Thermomess Rauchwarnmelder

Häufige Fragen zum Thema Rauchwarnmelder

Wir bieten Ihnen neben dem Kerngeschäft Heiz- und Hausnebenkostenabrechnung auch die Möglichkeit, Ihre Liegenschaften mit Rauchwarnmeldern auszurüsten. Dabei übernehmen wir gerne auch die jährliche Wartung für die lebensrettenden Geräte. Ihr Fachberater oder Ihre Fachberaterin kann Ihnen hier verschiedene Varianten anbieten.

Darf ich die Rauchwarnmelder in meiner Wohnung selbst montieren?

    Ja, das ist durchaus gestattet. Allerdings sollten die Rauchwarnmelder so montiert werden, dass sie den Vorgaben der DIN 14676 entsprechen. Die Thermomess lässt generell nur geprüfte Fachkräfte für Rauchwarnmelder die Montage der kleinen Lebensretter durchführen. Bei der Selbstmontage sollte der Einbau sorgfältig dokumentiert werden.

Kann ich als Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verlangen?

Möchte ein verantwortungsbewusster Bewohner sofort Rauchwarnmelder in seiner Wohnung haben und nicht bis aus das Ende einer Übergangsfrist in seinem Bundesland warten, muss der Bewohner die Melder im Zweifelsfall selber besorgen und montieren (lassen). Es gibt noch kein eindeutiges Gerichtsurteil hierzu. In einem Fall, in dem ein Mieter den Zutritt zu seiner Wohnung kurz vor dem Ende der Übergangsfrist in Rheinland-Pfalz verwehrt hat, führt die Richterin in der Urteilsbegründung aus:
“[...] besteht hier die Besonderheit, dass es sich bei §44 Abs. 8 Satz 2 LBauO um eine Übergangsvorschrift handelt. Der Antragsteller hatte zwar mithin seit 12.07.2007 Zeit, Rauchmelder in der vom Antragsgegner genutzten Wohnung einzubauen, Eine Rechtsverpflichtung, das Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen, besteht jedoch erst seit Ablauf der Übergangsfrist. [...]” Landgericht Landau in der Pfalz, AZ: 3 T 139/12, Beschluss vom 27.07.2012
Das impliziert, dass im Umkehrschluss ein Mieter auch vor dem Ende der Übergangsfrist keinen Rechtsanspruch auf die Ausstattung seiner gemieteten Wohnung mit Rauchwarnmeldern hat. Der Mieter ist hier in einer Zwickmühle, denn ein anderes Urteil (AG Hamburg-Blankenese, AZ: 531 C 341/10, 16.02.2011) sagt aus, dass der Mieter die Dispositionsbefugnis des Vermieters akzeptieren muss und “nicht durch vorauseilenden Gehorsam und Einbau eigener Geräte letztlich in die Verwaltungspraxis des Vermieters eingreifen kann.” Demnach muss der Mieter akzeptieren, dass der Vermieter “eigene” Rauchwarnmelder installieren lässt – und das eben wann er will, solange es vor dem Ende der Übergangsfrist ist.

Was passiert, wenn trotz Pflicht kein Rauchmelder installiert ist?

Es gibt weder in Deutschland noch in Österreich Kontrollen oder Strafkataloge, es passiert also erst einmal nichts - solange es nicht brennt. Kommt es zu einem Brand mit Personenschaden, ermitteln die Behörden, ob die Rauchmelder ordnungsgemäß installiert und funktionsbereit waren. Ist dies nicht der Fall, droht eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung.
In der Regel hat ein Brandschaden bei fehlenden Rauchmeldern keine Auswirkung auf die Leistung der Gebäude- und Hausratversicherung. Denn schließlich können Rauchmelder den Brand nicht verhindern. Ihr Zweck ist allein Menschenleben zu retten und nicht den Brandschaden zu begrenzen. Allerdings sind die Regelungen von Versicherungsvertrag zu Versicherungsvertrag unterschiedlich.

Ist eine Funkwartung der Rauchwarnmelder aus der Ferne zulässig?

Es gibt mittlerweile mehrere Unternehmen, die eine jährliche Wartung der Rauchwarnmelder ohne Betreten der Wohnung anbieten. Für Nutzer und Verwaltungen hört sich diese Technik verlockend an: wenn schon die Erfassungsgeräte per Funk ausgelesen werden, dann könnte man doch die Wartung der Rauchmelder auch gleich aus der Ferne erledigen. Bei Heizkostenverteilern oder Wasserzählern spricht absolut nichts gegen die Funktechnologie. Diese Technik setzte die Thermomess erstmals schon 1994 ein - weit vor anderen Wettbewerbern. Bei der Wartung von Rauchwarnmeldern per Funk gibt es allerdings einige schwerwiegende Argumente, die momentan gegen diese Technik sprechen.
Im Folgenden werden alle Punkte aufgelistet, die die Thermomess veranlassen, Rauchwarnmelder mit der Option der Fernwartung per Funk aktuell nicht zu verbauen oder gar die Wartung zu übernehmen. Das Thema Rauchwarnmelder ist ein sehr sensibles, da hier nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Leben auf dem Spiel stehen: Hier ist die Haftungsfrage ganz anders zu betrachten als beispielsweise bei einer Heizkostenabrechnung.
Fernwartung fehlt die normative Grundlage
Rauchwarnmelder sollen durch die frühzeitige Warnung vor Brandrauch Leben retten. Voraussetzung für ein zuverlässiges Funktionieren im Gefahrenfall sind die fachgerechte Installation und Instandhaltung. Normative Grundlage dafür ist die deutsche Anwendungsnorm DIN 14676, die unter anderem Anforderungen an die Geräte, an Montage und Instandhaltung sowie an die Qualifikation der beteiligten Fachfirmen festlegt. Sie gilt als anerkannte Regel der Technik, die sich langjährig bewährt hat und von der überwiegenden Mehrzahl der Brandschutzexperten anerkannt wird. Aus diesem Grund ist ihre Einhaltung in den meisten Bundesländern zwingend erforderlich. Eigentümer, Mieter und Wohnungsbaugesellschaften, die Rauchwarnmelder gemäß DIN 14676 installieren und betreiben, sind damit auf der sicheren Seite. Einen wesentlichen Bestandteil der Instandhaltung stellt die sog. „Sichtprüfung“ dar, bei der nicht nur der optische Zustand sondern auch das tatsächliche Vorhandensein des Rauchwarnmelder sowie dessen Installationsort überprüft werden. Bei der letzten Neufassung der DIN 14676 im September 2012 wurde dieser Begriff durch „Kontrolle mit Anforderungen“ ersetzt. Das soll die Möglichkeit eröffnen, zukünftig auch andere, gleichwertige Maßnahmen für die Inspektion von Rauchwarnmelder einzusetzen. Es war geplant, diese Maßnahmen in einem Anhang A1 zur DIN 14676 näher zu spezifizieren, um sie als allgemein anerkannte Regel der Technik zu etablieren, wie es im Vorwort der Norm heißt. Der zuständige Normenausschuss NA 031-02-01 AA „Brandmelde- und Feueralarmanlagen“ im DIN/DKE hat die Erstellung des Anhangs A1 jedoch nach intensiver Diskussion eingestellt. Festlegungen dazu sollen erst dann im Vorwort der DIN 14676 berücksichtigt werden, wenn „Spezifikationen zu gleichwertigen Maßnahmen von anderen Regelsetzern festgelegt und veröffentlicht wurden“. Zusätzlich gibt es einen weiteren Punkt, bei dem die DIN-Vorschrift eine klare Aussage macht: So sind die Rauchwarnmelder durch die am Gerät befindliche Prüfeinrichtung zu prüfen, wenn der Alarm DIN-konform bestätigt werden soll. Jeder, der zum jetzigen Zeitpunkt einen Verzicht auf die Sichtprüfung und bspw. eine „Fernwartung“ durch technische Einrichtungen am Rauchwarnmelder propagiert, handelt ohne normative Grundlage.
Keine anerkannte Regel der Technik
Die Gründe, aus denen der DIN-Normenausschuss das Änderungsprojekt eingestellt hat, sind vielfältig und nachvollziehbar. Zum einen existieren keinerlei Erfahrungen oder Studien zu Fernwartungstechniken. Diese wären aber die Voraussetzung, um sich zukünftig als eine anerkannte Regel der Technik zu etablieren. Zum anderen müsste möglicherweise auch die der DIN 14676 zugrundeliegende europäische Produktnorm DIN EN 14604 geändert werden. Das wäre jedoch nur auf europäischer Ebene möglich, wenn alle anderen EU-Staaten mitziehen. Eine Sicht- und Funktionsprüfung alle 12 +/- 3 Monate ist zurzeit die einzige allgemein anerkannte Regel der Technik, die Inspektion von Rauchwarnmelder normgerecht nach DIN 14676 durchzuführen.
Übrigens: Als wichtigste deutsche Institution für die Zulassung von Rauchwarnmeldern legt der VdS die DIN EN 14604 sowie die erweiterte VdS Richtlinie 3131 zu Grunde. Aufgrund der fehlenden normativen Grundlage und jeglicher technischer Spezifikationen für eine Fernwartung ist jedoch auch das führende Prüfinstitut nicht in der Lage, Rauchwarnmelder mit sog. Fernwartungsfunktion zu prüfen bzw. zuzulassen.
Problem Umnutzung
Grundsätzlich hängt die Funktionsfähigkeit der Rauchwarnmelder von vielen Faktoren ab. Sie dürfen unter anderem weder beschädigt, beschmutzt oder überklebt sein und müssen DIN-konform montiert sein. Gerade im privaten Wohnumfeld finden regelmäßig zahlreiche Veränderungen statt, z. B. durch das Umstellen von Möbeln oder durch das Umfunktionieren eines Arbeits- in ein Kinderzimmer. Funktionseinschränkungen im Umfeld von Rauchwarnmelder durch technische Vorrichtungen zu erkennen ist schon eine komplexe Angelegenheit. Eine Umnutzung kann jedoch dazu führen, dass dadurch ein Raum einen Rauchwarnmelder nach DIN14676 benötigt, dieser aber nicht vorhanden ist. Dies durch technische Vorrichtungen zu erkennen, ist unmöglich. Es sei denn, man stattet vorsorglich alle Räume einer Wohneinheit mit Rauchwarnmelder aus. Und selbst dann ist es nicht sicher, dass ein nachträglich verbauter Raumtrenner zusätzliche Melder erfordert.
Unkalkulierbares Haftungsrisiko
Wegen der fehlenden normativen Grundlage und der Umnutzungsproblematik wird denjenigen, die trotzdem zum jetzigen Zeitpunkt den Verzicht auf die jährliche Sichtprüfung propagieren, gar nichts anderes übrigbleiben, als die Verantwortung für die ordnungsgemäße Installation und Funktionsfähigkeit der Rauchwarnmelder an die Eigentümer, Vermieter und/oder Mieter zurück zu delegieren. Das könnte beispielsweise eine vertragliche Verpflichtung sein, Umnutzungen oder bauliche Veränderungen dem Betreiber zu melden. Selbst das Umstellen von Möbeln könnte die Funktion der Rauchwarnmelder beeinträchtigen und müsste angezeigt werden. Doch ab wann ist eine Veränderung meldepflichtig? Die Bewohner sind in vielen Fällen fachlich gar nicht in der Lage, das zu beurteilen. Neben zusätzlichen Kosten für technisch hochgerüstete Rauchwarnmelder tragen Eigentümer und Mieter bei der Fernwartung ein erhebliches Haftungsrisiko.
Fazit
Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass Menschen bei einem Brand sterben, weil ein Rauchwarnmelder nicht funktioniert hat. In einem solchen Fall werden die Begleitumstände durch Gutachter, Versicherer oder sogar durch die Staatsanwaltschaft untersucht, um Haftungsfragen zu klären. Aktuell ist das Risiko bei einer Fernwartung von Rauchwarnmeldern unkalkulierbar hoch. Aus diesem Grunde sieht die Thermomess Wärmemessdienst AG im Augenblick ausnahmslos davon ab, Rauchwarnmelder per Funk aus der Ferne zu warten und bietet auch keine entsprechende Geräte an.

Wie oft muss ein Rauchwarnmelder gewartet werden?

Alle 12 +- 3 Monate. Wer für die ordnungsgerechte Wartung (und Dokumenation) verantwortlich ist, steht in den Landesbauordnungen der Bundesländer. Wir empfehlen die Wartung nur durch ausgebildete Fachkräfte für Rauchwarnmelder durchführen zu lassen.